BEETHOVEN 200
Als Beethoven am 26. März 1827 starb, verstummte nicht nur eine Stimme. Eine ganze Epoche geriet ins Wanken. Zweihundert Jahre später ist seine Musik präsenter denn je: radikal, aufrührerisch, voller Energie. Dieses Jubiläum feiern wir nicht mit einem Pflichtprogramm, sondern mit einem Beethovenschwerpunkt, der die ganze Spannweite seines Werkes zeigt, von den Klavierkonzerten über die Chorfantasie bis zu einem echten Ausnahmefall, der frühen Opernfassung ›Leonore‹.
›Fidelio‹ kennt fast jeder. Aber wer kennt ›Leonore‹, seine erste Fassung? Wenn überhaupt, hört man in Konzerten die Ouvertüre, aber als gesamte Oper ist sie erst in den letzten Jahren für die Bühne wiederentdeckt worden. 1805 uraufgeführt, blieb sie zunächst erfolglos – auch wegen der politischen Umstände im von Napoleon besetzten Wien. Beethoven selbst überarbeitete das Werk später grundlegend. Dennoch gilt die Urfassung vielen als die mutigere und experimentellere, da sie Sinfonik und Oper auf neuartige Weise verbindet.
Im Rahmen unseres Beethoven-Schwerpunkts leitet Dorothee Oberlinger eine konzertante Aufführung der Leonore in Zusammenarbeit mit den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci; die halbszenische Einrichtung übernimmt Tabatha McFadyen.
Weitere Akzente setzt Kirill Gerstein: Er spielt alle fünf Klavierkonzerte sowie die Chorfantasie und gestaltet zum Saisonbeginn gemeinsam mit Brad Mehldau einen besonderen Beethoven-Abend.
Eine Sprachnachricht von Christopher Dingstad, Leiter Künstlerische Planung der Dresdner Philharmonie







